Die neue stellvertretende Schulleiterin - kurz vorgestellt!

Sie ist noch immer kommissarisch, aber schon fleißig dabei, denn der Job der stellvertretenden Schulleiterin lässt wohl kaum einen sanften Einstieg mit langsamer Aufwärmphase zu. Grund genug, die Person Sandra Niedrich etwas näher vorzustellen. Das Team des Heinefunk (Julia und Hr. Fileccia) fragten also nach.


Heinefunk: Warum sind Sie Lehrerin geworden?
Niedrich: Das wollte ich als Kind. Mein Wunsch war es schon immer mit Menschen zu arbeiten. Und ich wollte auch die Erfolge meiner Arbeit sehen können, so wie bei Schülerinnen und Schülern. Ich wollte nie etwas anderes werden.

Heinefunk: Gab es nie einen anderen Berufswunsch? Astronautin?
Niedrich: Nie. Ich wollte nicht einmal Tennisspielerin werden, obwohl ich viel gespielt habe.

Heinefunk: Seit wann sind Sie am Heine?
Niedrich: Es sind jetzt 12 Jahre, davor war ich Referendarin am Abtei-Gymnasium in Duisburg. Eingestellt am Heine hatte mich damals Herr Winkler.

Heinefunk: Sie haben vor der Stellvertretung bereits im Orga-Büro die Vertretungspläne etc. gemacht?
Niedrich: Ja, das auch schon seit neun Jahren.

Heinefunk: Warum haben Sie diesen Job gemacht, der doch sehr stressig ist?
Niedrich: Es war Zufall und Interesse. Mein Vorgänger hat mich vorgeschlagen und ich war interessiert, auch weil ich gerne am Computer arbeite. In Gesprächen mit Herrn Winkler ist das dann konkret geworden. Man gewöhnt sich auch an diesen Job, der immer Spaß gemacht hat. Ich habe einen gewissen Gestaltungsspielraum und kann auch für Gerechtigkeit bei der Verteilung von zum Beispiel Vertretungsstunden sorgen.

Heinefunk: Und warum dann in die Schulleitung?
Niedrich: Das erweitert den Gestaltungsspielraum natürlich. Und auch das macht großen Spaß, auch wenn die Arbeit selbstverständlich mehr geworden ist. Ich mache das, was ich in den letzten Jahren schon gemacht habe, plus noch etwas mehr.

Heinefunk: Wie kommen Sie mit dem Rollenwechsel von einer Kollegin zur Schulleitung klar?
Niedrich: Das ist natürlich ein großer Unterschied. Ich habe es mir lange überlegt, aber die Zustimmung in diesem tollen Kollegium hat mich sehr bestärkt. Bei diesen jungen, motivierten Kolleginnen und Kollegen macht es natürlich Spaß Veränderungen anzustoßen. Und ich komme ja aus dem Orga-Büro, wo ich schon Konflikt-Situationen lösen durfte. Das war also nicht ganz neu für mich. An eine andere Schule hätte ich übrigens nicht gehen wollen.

Heinefunk: Wenn man Stellvertretende Schulleiterin wird, dann ist der Karrierewunsch doch klar, oder?
Niedrich: Nein. Ich möchte hier an dieser Schule bleiben und nicht woanders Schulleiterin werden. Ich freue mich mit Herr Kortmann zusammen das Schulleitungs-Team am Heine bilden zu können.

Heinefunk: Was ist negativ am neuen Job?
Niedrich: Manchmal muss man Entscheidungen treffen, die man nicht gerne fällt. Oft fallen die Pausen aus und es gibt zahllose Kleinigkeiten, die man immer mal zwischendurch und „mal eben“ bearbeiten muss. Das kann man aber üben.

Heinefunk: Was sind die positiven Seiten?
Niedrich: Ein eigenes Büro! Ich kann die Türe zumachen, was ein Vorteil ist. Mir ist aber trotzdem wichtig, dass ich weiterhin unterrichte. Das habe ich ja nicht verloren.

Heinefunk: Wie sieht das Heine in 5 Jahren aus? 
Niedrich: Ich finde es ganz toll, was hier medial und digital passiert. Die Digitalisierung ist der richtige Weg, den wir weitergehen sollten, mit den iPads beispielsweise. Die Schüler-Austausche sind mir sehr wichtig und ich hoffe, dass dies noch ausgebaut werden kann. Ich hoffe, dass wir noch für etwas mehr Gerechtigkeit und eine bessere Lehrergesundheit sorgen können, so zum Beispiel bei den Belastungen durch Korrekturen. Ich hoffe, wir entwickeln die Themenwoche weiter und das Außengelände soll in nächster Zeit gestaltet werden. 

Heinefunk: Vielleicht noch die privaten Daten?
Niedrich: Verheiratet, keine Kinder. Ich verbringe, wenn ich Zeit habe, die im Augenblick sehr knapp ist, meine Freizeit mit meinen Haustieren, einem Hund und zwei Katzen, lese gerne und betreibe den Kampfsport Jeet Kune Do. Das ist ein guter Ausgleich zum stressigen Job.

Heinefunk: Wir danken für das Interview.

 

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